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07.03.10

Nichts für schwache Nerven

Die U16m der Hertener Löwen gewann am letzten Wochenende nur knapp mit 82:79 (27:15, 17:24, 6:21, 32:19) gegen den SV Hagen Haspe. Das Hinspiel hatte das Team von Trainer Marcin Dolega noch klarer für sich entscheiden können.

Die Partie begann gut, die Junglöwen konnten einfache Punkte machen. Schnell führten sie mit 27:15. Danach sah es nicht mehr so gut aus für die Hertener. „Ab Beginn deszweiten Viertels machten wir einfache und unnötige Ballverluste, die unserem Gegner den Eindruck vermittelten, es sei noch alles offen“, berichtete Dolega nach der Partie. Bis Zur Halbzeit lagen „seine“ Jungs noch vorne (44:39), dann nahm Jan Niklas Lampe in der letzten Sekunde einen Drei- Punkte-Wurf vor und traf. „Vielleicht war das ein unbewusstes Zeichen, was noch auf uns zukommen sollte“, sagte Dolega.

Denn im dritten Viertel gab es weiter spielerische Unruhe auf dem Feld, Teamwork suchte man bei den Junglöwen oft vergeblich. Zu viele Einzelaktionen, zu viele unerfolgreiche Aktionen, inkonsequentes Offensiv- und Defensiv-Spiel brachten die Gegner in Führung (50:60). Bevor der letzte Abschnitt begann, gab es deshalb vom Trainer auch die klare Ansage: „Kopf frei machen und zusammen kämpfen!“

Siehe da: Die aggressive Verteidigung zahlte sich aus. Die Nachwuchslöwen legten einen 11:2-Run in nur drei Minuten hin. Bis dahin waren die Hertener Spieler kaum mit der gegnerischen #14 zurecht gekommen, der ganze 38 Punkte für Hagen-Haspe verbuchte.

Starke Nerven zeigte Jonas Fabis dann aber bei drei getroffenen Freiwürfen (gefoult bei einem Drei-Punkte-Wurf). „Das gab den Impuls, weiterhin Druck zu machen“, urteilte der Coach. Sein Team gewann den Ball und machte zwei Punkte zum 77:79.

Die letzte Minute dann war nichts für schwache Nerven. Erstes Foul und zwei nicht getroffene Freiwürfe des Gegners. Schnellen Ausgleich zum 79:79. Auszeit der gegnerischen Mannschaft. In den letzten 25 Sekunden vier Ballverluste - aber fünf Ballgewinne!

Zwei Sekunden vor Schluss waren die Junglöwen dann im Ballbesitz und es folgte eine Auszeit (79:79). Es war nicht so geplant, wie es letztendlich geschah. Doch der Einsatz der Hertener Jungs wurde belohnt. Pascal Michaely bekam den Ball und warf aus schätzungsweise zehn Metern (!) Entfernung auf den Korb – und traf zum Endstand von 82:79!

„Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Fans, insbesondere den Eltern, die uns bei den Spielen unterstützen und uns so noch weiter motivieren“, sagte Dolega nach der Partie.