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08.03.10

JBBL: Nord-Final-Four rückt näher

JBBL-Hauptrunde:
Metropol Baskets Ruhr – Paderborn Baskets 85:68 (15:21, 22:19, 20:17, 28:11)

Mit einem hart erkämpften 85:68 Heimerfolg gegen die Paderborn Baskets haben die Metropol Baskets Ruhr die Tabellenführung in der Hauptrunde zur deutschen Meisterschaft behauptet und stehen bereits mit einem Bein im Nord-Final-Four. Nach der fulminanten Leistung gegen das Team Braunschweig/Wolfenbüttel in der Vorwoche kam die Ruhrgebiets-Spielgemeinschaft diesmal allerdings nur schwer in Tritt und lief lange Zeit einem Rückstand hinterher.

Viele schlechte Entscheidungen in der Offensive gepaart mit Einzelaktionen ließen die Gastgeber im ersten Viertel und zu Beginn des zweiten Viertels verzweifeln. Dazu vernachlässigte man sträflich den Defensivrebound. Lediglich einer guten Verteidigungsleistung sowie dem guten Offensivrebounding hatten es die Metropol Baskets zu verdanken, dass sie im Spiel blieben - obwohl man zwischenzeitlich bereits zehn Punkte hinten lag (17:27).

Cem Karakaya und Simon Hunnemann führten die Hausherren pünktlich zur Pause wieder heran (37:40). Nach einem offenen dritten Viertel (57:57) konnte sich Metropol erst im vierten Viertel absetzen, als die Gäste nicht mehr so sicher von außen und der Freiwurflinie trafen. Dass der Sieg „am Ende zu hoch“ (O-Ton Stadtmann) ausfiel, war dann Paderborner Ballverlusten und dem wiederkehrenden Wurfglück in den Schlussminuten zu verdanken.

„So ist das im Basketball. Letzte Woche haben wir gemeinsam ein großartiges Spiel gemacht und heute wollte jeder von Anfang an den Helden spielen. Doch auch das Heldentum muss mit harter Arbeit vorbereitet werden“, bemängelte Co-Trainer Niklas Cox die Einstellung seiner Schützlinge.  Über das katastrophale Defensiv-Rebounding seines Teams konnte sich Headcoach Tobias Stadtmann auch Stunden nach dem Spiel nicht einkriegen: „Dass 40 Minuten weder Zetern noch Betteln hilft, das Ausboxen zu verbessern, habe ich noch nicht erlebt. Heute habe ich alles gegeben, um die Jungs aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Leider vergebens.“ Das müsse dringend abgestellt werden, um auf diesem hohen Niveau auf Dauer eine Chance zu haben.

Co-Trainer Peer Reckinger sah indes das Positive des Tages: „Wir wollen ins Nord-Final -Four, da musst du auch solche Spiele irgendwie gewinnen. Ganz einfach. Am Ende haben wir sogar was für einen möglichen direkten Vergleich getan.“

Metropol: Tim Brans (ETB SW Essen) 14, Simon Fahle (Citybasket Recklinghausen) 0, Cem Karakaya (BG Kamp-Lintfort) 11, Lukas Klöß (ETB SW Essen) 2, Janosch Feige (Kamp-Lintfort) 1, Marvin Jahn (Essen) 0, Martin Schulte-Tieckmann (Kamp-Lintfort) 14,  Florian Gaschin 16 (Essen), Faton Jetulahu (Hertener Löwen) 17, Simon Hunnemann (ETB SW Essen) 6, Dominik Jost (ETB SW Essen) 4.